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Altea Info - Menschen und Geschichten aus der Region Altea      Samstag, 10.05.2008



Die Pest soll sie holen!

 

 

In George Orwells „Farm der Tiere (Animal Farm)“ staunen zum Schluss der Geschichte die übrigen Farmtiere nicht schlecht, als sie sehen, wie ihre eigenen Anführer im Farmhaus mit den Menschen auf gute Zusammenarbeit anstoßen. Die Tiere schauen von den Menschen zu den Schweinen und von den Schweinen zu den Menschen und sie können keinen Unterschied mehr entdecken.
Mir scheint, in den Urbanisationen der Sierra de Altea ist eine solche Vermischung von Mensch und Schwein einseitig weiterentwickelt worden, nämlich noch mehr hin zu schweinischem Verhalten des Menschen.
Sofas, Matratzen, Korbsessel, Fernsehapparate, Küchenregale, Elektroboiler, Holzpaletten, Baumstümpfe, Kloschüsseln, Fenster, Türen, Rasenmäher, Golfwägelchen, Küchenregale, Gasheizöfen, Ventilatoren, Gipsplatten, Plastikstühle, Kühlschränke, Hundekörbe, 25-Kilo-Farbeimer, Weinregale, Wäscheständer, Autoreifen, verklumpte Zementsäcke ... liegen in buntem Reigen und verrottetem Zustand an den Stellen herum, wo die Stadt Müllcontainer aufgestellt hat. Obwohl auf den Müllbehältern Zettel kleben, die Auskunft geben, wie man sperrigen Müll weitgehend kostenlos entsorgen kann, scheint diesem Ratschlag kaum jemand zu folgen. Vielmehr wirken die Container offenbar wie Einladungen zu einem Müll-Happening nach dem Motto „Hier bin ich Schwein, hier darf’s ich sein“. Das ist beileibe kein Phänomen, das sich auf die Sierra beschränkt, wie jeder weiß, der einmal die Bahnunterführung in La Olla Richtung Montemolar benutzte. Aber das dürfte die ordnungswilligen Bewohner der Sierra kaum trösten, zumal sie einem zusätzlichen Verdreckungs-Phänomen ausgesetzt sind: Baufirmen entsorgen ihre überflüssigen Betonreste zusammen mit anderen großvolumigen, nicht mehr benötigten Baumaterialien in die nächstbeste Grünfläche. Während man in diesen Fällen die Sauereien eindeutig den Bauarbeitern und Baufirmen zuordnen kann, wird die Einmüllung an den Containern von Handwerkern und Anwohnern gleichermaßen betrieben. Bei Bauarbeitern kann man sich noch vorstellen, dass ihnen die Dreckhaufen an der nächsten Ecke das mühsame Mitnehmen von Materialresten ersparen, zumal sie sowieso nicht in der Nachbarschaft wohnen. Dass aber Anwohner ihre vergammelten Gartenmöbel auf die Straße stellen, die sie selbst jeden Tag benutzen, ist kaum zu begreifen. Vielleicht hoffen sie auf so etwas wie den sintflutartigen Regen vom Oktober 2007, der alles wegschwemmte. Vielleicht stellen sie die angeknackste Kloschüssel neben den Container, damit ihn noch jemand zum Einbau in sein Casa de Campo mitnehmen kann. Vielleicht denken sie, dass den verbeulten Gasheizofen (Estufa) ein Latino oder Rumäne mitnimmt und repariert, um damit sein armseliges Zuhause zu wärmen. Vielleicht möchten sie den letzten Liter Motorenöl einem jungen Spanier zukommen lassen, damit der seinen alten Seat 600 wieder zum Laufen bringt. Vielleicht wollen sie mit ihrem Müllbeitrag die Sierra in Verruf bringen, damit nicht so viele Reiche in die Nachbarschaft kommen. Vielleicht wollen sie einfach nur den bösen Nachbarn ärgern, weil der so ein Sauberkeitsfanatiker ist. Vielleicht denken sie, die Stadtverwaltung wird den Dreck schon irgendwann wegräumen. Wie die 14 Tage vor der letzten Kommunalwahl zeigten, passiert das tatsächlich. Aber leider finden Gemeindewahlen nicht alle zwei Monate statt.
Genauso zwecklos ist es, auf ein Ende der Bautätigkeit in der Sierra zu hoffen, denn in einem Haushalt geht immer wieder etwas kaputt und muss entsorgt werden und da man die zerbrochene Plastikschaukel für die Enkelkinder nicht verkompostieren kann, stellt man sie halt neben die Mülltonne an der nächsten Ecke. Da haben wir endlich die Erklärung für die Dreckhaufen. Da sind die Schuldigen gefunden. Oma und Opa trifft die Schuld, genau genommen ihr Altersdemenz, ihr Alzheimer. Sie haben vergessen, wie man sich als ordentlicher Bürger verhält. Wo einst im Gehirn Verantwortungsbewußtsein, Liebe zur Natur und die Fähigkeit einen Haushalt, einen Beruf, eine Firma zu organisieren, angesiedelt waren, da ist jetzt ein Loch oder eher ein Stück tote Hirnmasse. Damit gingen auch Ästhetik und Ordnungsvorstellungen verloren. Da hilft dann auch die beste Bildung oder der größte Geschäftserfolg nichts mehr. Beide sind verschwunden im großen schwarzen Loch des ewigen Vergessens.

Natürlich wird da jemand einwenden, es gäbe doch auch etliche jüngere Leute in der Sierra, die noch kein Alzheimer hätten. Das stimmt. Die soll dann halt die Schweinepest holen, denn dafür sind bestimmt solche Menschen anfällig, die sich eben wie Schweine benehmen.

© Leo


- FM

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Servicewüste auch in Nobeletablissements
Beim Besuch des u.g. Hotels in Altea braucht man mitunter ein dickes Fell, so dokumentiert es der Leserbrief:

 

 

Montag, den 10. September 2007
An die Direktion des Hotels Meliá Villa Gadea /Altea
Betr.: Beschwerde über 2 Ihrer Angestellten
Sehr geehrte Damen und Herren,
Am letzten Freitag, den 7. September kamen wir, eine Gruppe von Künstlern in Ihrem Hotel Melia Villa Gadea zusammen.
Wir waren 15 Personen und saßen draußen auf der Terrasse. Es war keine offizielle Versammlung, sondern nur ein Treffen nach der Sommerpause.
Frau xy und ich, die Unterzeichnende, kamen um 17:20 h, etwas später als die anderen. Diese hatten schon ihre Getränke erhalten und wir bestellten 2 Cappucini, für die wir 5,60 € und 0,40€ Trinkgeld bezahlten. Wie wir anschließend feststellen mussten, waren die Cappucini nur lauwarm. Wir riefen den Kellner. Dieser befühlte unsere Tassen (!) und erklärte, dass der Kaffee heiß sei und drehte sich um und ging weg.! Wir sahen uns erstaunt an, überlegten, wie wir darauf reagieren sollten, erhoben uns und brachten die beiden Tassen Kaffee persönlich zur Bar mit der Bitte, um heißen Capuccino.
Eine Minute später kam ein anderer Kellner und brachte uns dieselben Tassen Kaffee zurück und erklärte uns, dass sie bei dem Betrieb keinen heißeren Kaffee servieren könnten. Außerdem hätten wir hier eine Versammlung und müssten dafür einen Raum mieten.
Dieses Verhalten war so unglaublich, dass es allen an unserem Tisch Anwesenden die Sprache verschlug.
In der Hoffnung von Ihnen eine Erklärung und eine Entschuldigung zu empfangen, verbleibe ich
Hochachtungsvoll
yz
P.S. Wir behalten uns vor, eine offizielle Beschwerde bei Ihrer Hauptdirektion einzureichen.




- C.-M. Frölich

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Der traurige Lebenslauf des Lucas Frey
Mit schweren Krankheiten groß geworden, um nun in der Hoffnung zu leben, dass andere Menschen die lebensrettende Hilfe bringen.

 

 

Eine fast unglaubliche Familiengeschichte, die jedem einzelnen Leser vor Augen führen muss, dass es uns doch trotz aller Wehwehchen und kleinerer Probleme sehr gut geht.
Wir sollten solche Schicksalsschläge zum Anlass nehmen, ein wenig darüber nachzudenken, wie man sich persönlich einbringen kann, um solchen Menschen ein wenig Hoffnung zu geben.
Typisieren tut nicht weh und kann Menschenleben retten!

Und hier die Geschichte:

Ich heiße Lucas Frey, habe Leukämie und brauche unbedingt Ihre Hilfe!
Meine einzige Chance um weiter zu leben, ist eine Stammzellentransplantation.


Lucas Frey (16 Jahre)










Mein Lebenslauf
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Ausser meinen Eltern habe ich noch drei Brüder:
David (10)
Maurice (12)
Simon (14)


Die Krankheitsgeschichte in unserer Familie liest sich fast unglaubwürdig, denn meine drei Brüder und ich haben in Sachen Krankheiten einiges mitgemacht.

Meine Eltern haben das Ganze mal in verkürzter Form zu Papier gebracht:

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Silke und Ulrich über Ihre Kinder:

Wir sind eine Familie mit vier Söhnen


Lucas (geb. 1991) unser ältester Sohn ist seit seiner Geburt chronisch krank.
Er hat eine Hypophysen Unterfunktion.

Die Hypophyse produziert kein Wachstumshormon GH und auch kein ADH Hormon, das unseren Wasserhaushalt kontrolliert. Man nennt das Diabetes Insibitus. Dazu ist er auf dem rechten Auge blind. Alles zusammen nennt sich diese Krankheit „septo optische Dysplasie rechts“.

Seit 1994 wird Lucas in der Tübinger Uniklinik, der Endokrinologie behandelt. Er bekam jeden Tag von uns Wachstumshormone gespritzt und eine weiteres Hormon gegen seine Diabetes Insipitus.


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1992 wurde Simon mit zwei rezediven Klumpfüßen geboren, die 6 Monate tägliches rechtwinkeliges eingipsen beider Füße im Krankenhaus bedurften und anschließend eine Operation verlangte. Danach waren weitere 6 Monate Kunststoffschienen notwendig um seine Füße in Form zu behalten.

1994 kommt unser 3ter Sohn Maurice gesund auf die Welt.

1995 wurde bei Maurice Asthma diagnostiziert.

1996 bekam Maurice einen erneuten großen Asthma Anfall. Er kam in die Notaufnahme. Dort wurde er für eine Woche in ein künstliches Koma gesetzt. Leider musste das wiederholt werden. Danach erfolgte tägliches Inhalieren mit Cortison.

1996 wurde unser jüngster Sohn David gesund geboren.

1997 bekam ich, Silke die Mutter, eine starke Depression und wurde psychologisch behandelt.

1997 liess unglücklicherweise unsere Haushaltshilfe den vier Monate alten David auf dem Wickeltisch über der Badewanne unbeaufsichtigt. Er stürzte kopfüber in die Wanne, welches zur Folge hatte, dass David sich einen Schädelbruch zuzog und ein erneuter Krankenhausaufenthalt notwenig war.

1998 bemerkten wir, dass Maurice sehr häufig krank wurde und ständig Fieber hatte, dazu unerklärliche Knochenschmerzen hatte. Die Diagnose war erschreckend.
Leukämie (JMML juvenile myoloische monozotäre Leukämie). Die Milz musste entfernt werden und ein geeigneter Knochenmarkspender innerhalb der Familie musste gefunden werden.

Unser jüngster Sohn David, der damals keine zwei Jahre alt war, hatte das zu 100% identische Knochenmark. Es wurde im August 1998 in der Tübinger Uniklinik transplantiert. Heute ist Maurice gesund.

Wir wurden lange psychologisch begleitet, damit unsere Familie dieses Trauma bewältigen konnte.

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2005 klagte unser ältester Sohn Lucas über starke Schmerzen in der Schulter. Wir gingen davon aus, dass Lucas mit seinem Wachstumshormon Probleme haben wird und der Hausarzt nahm ihm Blut ab. Am nächsten Tag schickte unser Hausarzt uns sofort in die Klinik.
In der Tübinger Kinderklinik stand sehr schnell fest, dass Lucas auch Leukämie hat, Allerdings eine ganz andere Form. Leukämie( ALL) (ALL akuter lymphatischer Leukämie).

Nov 2005 –Aug 2006 wurde Lucas mit intensiven Chemotherapien behandelt und ein langer Krankenhausaufenthalt war notwendig.

Aug 2006- April 2007 Remission Dauertherapie das heisst: Trockene Chemo-Therapie in Tablettenform zu Hause.

19 April 2007 trat der Alptraum ein. Lucas bekam ein frühes Rezidiv (ein Rückfall) der Leukämie ALL.

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Die einzige Chance die Lucas nun hat, ist eine Stammzellentransplantation.

Im Moment bekommt er vier Chemoblöcke. Man versucht so viele Leukämiezellen zu zerstören wie möglich. Jedoch weiß man aber auch, dass seine Leukämie ohne neues Immunsystem nicht heilbar ist.

Leider haben wir in der Familie, bei seinen Brüdern kein identisches Knochenmark mehr.

Wir brauchen einen Fremdspender.

Dazu müssen so viele Menschen wie möglich ihr Knochenmark typisieren lassen.

Lassen Sie sich typisieren!

Eigentlich ist es ganz einfach:
Durch eine kleine Blutentnahme kann man feststellen, ob Ihre Stammzellen zu den meinen passen oder nicht. Bei diesem Vorgang spricht man von einer TYPISIERUNG.

Nach der Blutentnahme werden die Daten in der Datei der DKMS gespeichert und falls Ihre Stammzellen für mich nicht in Frage kommen, helfen Sie vielleicht einem anderen Leukämie-kranken Kind.



Wir würden gerne einen Spendenaufruf zur Typisierung des Knochenmarks über die DKMS starten. Dazu brauchen wir allerdings Sponsoren und Spendengelder und Menschen die bereit sind sich typisieren zu lassen.

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Wir von Altea-Info werden nichts auslassen, um den Hilferuf von Lucas zu verbreiten um damit einen kleinen Beitrag zu leisten, Lucas wieder ein halbwegs normales Leben zu ermöglichen.

Stellen Sie sich vor, sie müssten morgen für Ihr eigenes Kind einen solchen Aufruf verfassen.
Wäre das nicht schrecklich ?
Also helfen Sie und lassen Sie sich typisieren.

Sie können auch helfen, wenn Sie auf Ihrer, oder einer anderen Homepage auf diesen Artikel verlinken, oder in Ihren E-Mails einen Hinweis darauf geben.


Hier erhalten Sie weitere Informationen über die Knochenmarkspende.


Hier der Link zu Lucas Help me Page.


Alle wichtigen Informationen gibt es bei der
DKMS, der deutschen Gesellschaft für Knochenmarkspende.


- FM

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